Professionelles Mentoring
durch erfahrende Fachkräfte
Was aufnehmende Einrichtungen über das Auslandspraktikum wissen sollten
Das Auslandspraktikum ist Teil eines umfassend betreuten Bildungsprogramms in der Regel im Rahmen von Erasmus+. Es richtet sich an Studierende in der Ausbildung zu pädagogischen Fachkräften und dient dem Erwerb interkultureller und professioneller Kompetenzen.
Ziele des Auslandspraktikums
Ziel des Programms ist es, den europäischen Raum für Bildung und Austausch zu öffnen. Die Teilnehmer sollen:
- interkulturelle Kompetenzen entwickeln,
- unterschiedliche Bildungs- und Erziehungsansätze kennenlernen,
- eigene Empathie stärken – insbesondere für Kinder und Familien, die sich in Deutschland fremd fühlen,
- langfristig ihre pädagogische Haltung und Praxis reflektieren und weiterentwickeln.
Durch diese Erfahrungen werden die Teilnehmer Multiplikatoren für Vielfalt, Toleranz und interkulturelle Sensibilität in ihren späteren Berufsfeldern.
Begleitung und Struktur
Das Praktikum ist in eine intensive Vor- und Nachbereitung eingebettet:
- Ein Vorbereitungskurs mit fachlichen, organisatorischen und sprachlichen Inhalten (inkl. 20 Stunden Sprachunterricht).
- Sprachbegleitung vor Ort sowie kulturelle Orientierungshilfen im Gastland.
- Enge Betreuung durch ein Europateam per E-Mail, Videochat und bei Bedarf telefonisch.
- In der Regel ein Besuch durch Lehrkräfte aus Deutschland im Zielland (3–5 Tage je nach Projekt und Einrichtung).
- Nach Rückkehr: Reflexionsworkshops, um die Erfahrungen auf die pädagogische Praxis in Deutschland zu übertragen.
Rahmenbedingungen des Praktikums
- Dauer: mindestens 1 Monat, maximal 3 Monate. In Einzelfällen (z. B. bei türkischer Staatsbürgerschaft) auch länger.
- Einsatz hauptsächlich in einer Stammgruppe mit Kindern /Jugendlichen
- Anleitung vor Ort: Eine pädagogische Fachkraft der aufnehmenden Einrichtung führt regelmäßige Anleitungsgespräche.
- Arbeitszeit: 7,5 Stunden pro Tag inkl. 30 Minuten Pause.
- Freizeit: Mindestens 5 freie Tage für kulturelle Aktivitäten ( ist variabel), zusätzlich zu gesetzlichen Feiertagen im Zielland.
- Finanzierung: Das Praktikum wird in der Regel durch Erasmus+ gefördert. Anreise, Unterkunft, Verpflegung und Lebenshaltungskosten sind gedeckt.
- Begleitung aus Deutschland: Die Lehrkraft steht digital zur Verfügung und führt zumeist einen Besuch durch.
Aufgaben der Praktikanten
Die Studierenden bringen pädagogische Vorerfahrung mit und sind aktiv in den Alltag eingebunden. Ihre Aufgaben umfassen:
- Mitgestaltung des pädagogischen Alltags mit Kindern oder Jugendlichen,
- Übernahme von Aufgaben im Tagesablauf, z. B. Spielangebote, Mahlzeiten, Ausflüge,
- Professionelle Beobachtung und Dokumentation von Entwicklungsprozessen,
- Planung und Durchführung eines eigenen pädagogischen Projekts oder mehrerer kleiner Angebote orientiert am Konzept der Einrichtung,
- Reflexion pädagogischer Handlungen in regelmäßigen Gesprächen mit der Fachkraft und ggf. dem Mentor,
- Förderung von Eigenverantwortung, Teamarbeit und professioneller Haltung.
Am Ende bescheinigen die aufnehmende Einrichtung und die deutsche Mentorin gemeinsam das Bestehen oder Nichtbestehen des Praktikums.
